Sommerklavierkonzert
Schüler greifen in die Tasten: Mit bis zu acht Händen gleichzeitig spielten die Musiker beim Sommerkonzert der Klavierklasse von Gabriele, Annemarie und Regina König.
TEXT UND BILDER: Roland Sprich, Südkurier
Dass man Bilder nicht nur malerisch auf Papier bringen, sondern auch musikalisch erklingen lassen kann, das stellten die Musikschüler der gemeinsamen Klavierklasse von Gabriele, Annemarie und Regina König der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen unter Beweis. Unter dem Motto „Bilderklavier“ gestalteten sie einen sommerlichen Vorspielabend im Kammermusiksaal der Musikschule.
Wie der Maler mit dem Pinsel, so kann auch ein Komponist mit Tönen klingende Bilder malen. Wenngleich die Bilder natürlich nur vor dem geistigen Auge erscheinen, wie Regina König zur Einstimmung des Konzerts erklärte. Diese auch als „Tonmalerei“ bezeichneten Werke erzählen musikalische Geschichten von Menschen und Tieren, von Clowns, Hexen, Feen und anderen Fabelwesen.
Die 60 Teilnehmer im Alter zwischen vier und 64 Jahren regten mit ihren Stücken die Fantasie der Zuhörer an. Ihrem Alter und musikalischen Können entsprechend nahmen sie das Publikum mit auf einen musikalischen „Schaufensterbummel“, intonierten einen „Sirupbaum“ und ließen Elfen tanzen. Dabei beschränkten sich die Musiker, die teilweise zum ersten Mal vor Publikum spielten, nicht auf Einzeldarbietungen. Klavierstücke zu vier, sechs oder gar acht Händen forderten die Musiker heraus.
In einer begleiteten Erzählgeschichte wurde besonders deutlich, was „Bilderklavier“ bedeutete. Zu der Geschichte des kleinen Clowns Domenicus, der seine Melodie verloren hatte, spielten viele Kinder beschwingte und traurige Melodien. Wenn man genau hinhörte, konnte man direkt mitfühlen, wie froh der kleine Clown war, als er seine Melodie wieder hatte.
Während im ersten Teil die jüngsten Teilnehmer ihr Talent auf den Tasten unter Beweis stellen durften, kamen im zweiten Teil „die Kronjuwelen“ zum Zuge. So bezeichnete Gabriele König die Jugendlichen und Erwachsenen. Sie spielten Klavierstücke in Vollendung und machten das sommerliche Vorspiel zu einem wahren Erlebnis, als sie ebenfalls mit bis zu acht Händen in die Tasten griffen.